Kein Mensch wandert einfach umher, um dann später festzustellen, dass er auf dem Gipfel des Mount Everest steht. Naja, ich stehe hier zwar nicht auf dem höchsten Berg der Welt, sondern auf einer der längsten und höchsten Hängeseilbrücken Europas. Nichtsdestotrotz soll das Zitat darauf hinweisen, dass bei uns Menschen doch recht schnell die Gefahr besteht, ziellos durchs Leben zu laufen, antriebslos durch die Gegenwart zu treiben, zu kollidieren oder in Zukunft vielleicht am falschen Hafen anzukommen. Oder auch dass andere unsere Richtung bestimmen. Nicht selten werden unsere Ziele massgeblich durch Gesellschaft, Eltern oder Freunde beeinflusst. Das bemerken wir erst, wenn sich durch das Erreichen der Ziele keine wirkliche Zufriedenheit bei uns einstellt. 

Ziele stellen für mich das Grundgerüst für die Verwirklichung unserer Wünsche und Träume dar. Sie müssen nicht an materiellen Werten oder Leistungen festgemacht werden. Ziele sollten viel eher resultierende Antworten auf folgende Fragen sein: „Was macht mich zufrieden? Was möchte ich wirklich?“ 

Solange wir nicht festlegen, wohin wir gehen möchten, spielt es auch keine Rolle WIE wir weitergehen. Denn Ziele sind es, die unserem Leben einen Sinn und vor allem eine Richtung geben. Stellt euch vor, ihr gebt eurem Leben keine Richtung vor. Folglich ist es doch egal wohin ihr geht. Jeder Weg ist gleich gut oder schlecht. Erst am Ende erkennt ihr, welche Wege euch gefallen oder weitergebracht haben und welche nicht. Bei letzterer Erkenntnis werdet ihr womöglich anderen die Schuld geben, dass ihr diese Wege eingegangen seid – ohne dass diese Menschen etwas dafür können. Es ist euer Leben, ihr müsst eigene Entscheidungen treffen und weder eure Mitmenschen, noch das Schicksal dafür verantwortlich machen, wenn ihr falsche Wege eingeschlagen habt. 

Ziele bilden ein Fundament für Entscheidungen. Diese fallen schwerer, wenn die klaren Ziele vor den Augen fehlen und man nicht genau weiss wohin. Nicht selten werden dann aufgrund von Entscheidungsschwierigkeiten die Fußstapfen anderer gewählt. So werden bereits begangene Wege beschritten, die einem auf den ersten Blick reizvoll erscheinen. Doch nicht Fremdbestimmung – sondern Selbstbestimmung bildet die Basis für ein ausgeglichenes und glückliches Leben voller Freude, Erfolg und Wohlstand.

Erfolgreiche Menschen haben stets etwas dafür getan, ihre ganz persönlichen Ziele zu erreichen. Deshalb, werdet aktiv. Tut etwas. Wartet nicht darauf, bis ihr euch danach fühlt, denn manchmal ist der Bauch nicht der richtige Ratgeber. Sich mal unsicher zu fühlen oder keine Lust zu haben ist normal. Wenn ihr einen Plan habt – legt los. Und verschwendet keinen Gedanken daran, was andere Menschen über euch denken könnten. Diese Menschen leben nicht euer Leben, stecken nicht in euren Schuhen und zahlen nicht eure Rechnungen.

Hört auf mit Ausreden, wie: „Das Ziel ist zu gross. Der Weg ist zu lang. Ich weiss nicht, wie ich es angehen soll. Mir fehlt die Zeit.“ Wie sagte einst Goethe: „Niemand weiss, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.“ Ein unbefriedigendes, mittelmässiges Leben zu ertragen, kostet meiner Meinung nach weitaus mehr Kraft und Energie, als die ehrgeizigsten Ziele zu verwirklichen. Entscheidend ist eigentlich nur, was IHR mit eurer Kraft und Ausdauer macht.


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